Erdbebengefährdung in Deutschland

Erdbeben nördlich der Alpen sind meist erheblich schwächer als im Mittelmeerraum oder im Pazifik. Die Schäden können dennoch erheblich sein.

Die Erdbebengefährdung in Deutschland ist im globalen Vergleich zwar relativ gering, aber nicht vernachlässigbar. Im Rheingebiet, auf der Schwäbischen Alb sowie in Ostthüringen und Westsachsen mit dem Vogtländischen Schwarmbebengebiet kommt es immer wieder zu kleineren Erdbeben. Deutlich fühlbare oder gar schadenverursachende Erdbeben gehören in Deutschland allerdings zu den seltenen Ereignissen. Da sich in diesen Regionen hohe Sachwerte konzentrieren, könnten diese allerdings große Schäden verursachen.

Kleinere Erdstöße können allerdings auch durch Baumaßnahmen wie Bohrungen, Erdöl- und Erdgasförderungen, Bergbau, Sprengungen oder das Aufstauen von Stauseen verursacht werden. Diese vom Menschen verursachte Erdbebenaktivität wird auch als induzierte Seismizität bezeichnet. In den allermeisten Fällen ist die Stärke der hervorgerufenen seismischen Ereignisse sehr gering und liegt meist unter der Grenze der Wahrnehmbarkeit durch Menschen.

Ob Sie in einer erdbebengefährdeten Region wohnen, können Sie für Deutschland hier abfragen.

Quelle

  Grünthal, G., Mayer-Rosa, D., Lenhardt, W.A. (1998): Abschätzung der Erdbebengefährdung für die D-A-CH-Staaten - Deutschland, Österreich, Schweiz. Bautechnik 75(10). pp 753-767. PDF

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