Untersucht werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen geophysikalischen Prozessen und/oder Folgeerscheinungen/Kettenreaktionen, die ausgelöst werden können. Beispiele sind Erdbeben-Erdbeben-Interaktionen, Vulkan-Erdbeben-Interaktionen, oder durch Erdbeben verursachte Hangrutsche oder Tsunamis. Um ein Ereignis umfassend analysieren zu können, werden Feld- und Labor-Experimente, Langzeitüberwachung von Erdbebenstörungen und Vulkanaktivitäten mit numerischen und analytischen Modellierungen kombiniert.

Traditionell basieren Gefahren-und Risikoanalysen auf dem Konzept der Stationarität. Heutzutage werden Risiko und in bestimmten Fällen auch Gefährdung, als zeitvariable Größen gesehen, z. B. aufgrund von Veränderungen der gesellschaftlichen Verwundbarkeit. Wichtig ist deshalb zu verstehen, wie sich mit der Zeit Risiken ändern und welche Faktoren zu der Veränderung von Gefährdung, Verwundbarkeit und Risiko führen.

Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums in Potsdam interessieren sich deshalb insbesondere für die Fragen:

- Was sind die kritischen Prozess-Wechselwirkungen, die zu Extremereignissen
   führen?

- Wie lassen sich Änderungen in der Einschätzung von Naturgefahr und -risiken
   quantifizieren und in eine Risikobewertung integrieren?

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