Katastrophenhilfe dank Satellitenbilder

Satellitendaten unterstützen in Krisengebieten den Katastrophenschutz und ermöglichen eine Schadensabschätzung.

Am 8. November 2013 erreichte der Taifun Haiyan den Nordwesten der Insel Cebu (Philippinen) und zerstörte zahlreiche Gebäude der Stadt San Remigio. Mit Windböen bis 380 km/h geht Haiyan als einer der stärksten je beobachteten Wirbelstürme in die Geschichte ein.

Nachdem der Taifun Haiyan die Inseln erreichte und ganze Gebiete großflächig zerstörte, aktivierten das Technische Hilfswerk THW über das Bundesministerium des Innern (BMI) das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Am ZKI wurden die Satellitendaten ausgewertet und schnell wertvolle Informationen an den Katastrophenschutz geliefert. Die aufbereiteten Satellitenaufnahmen dienten dem Technischen Hilfswerk als Planungsgrundlage für den Einsatz auf der Insel Cebu.

Zur Abschätzung des Schadens in San Remigio wurden Satellitendaten desselben Gebietes, die vor und nach dem Taifun aufgenommen wurden, miteinander verglichen. In rot sind die sehr stark zerstörten Gebäude bzw. Infrastruktur in der Karte eingetragen. Demnach wurden zwischen 40 und 50% der Gebäude in San Remigio (Philippinen) durch den Taifun stark beschädigt. Datengrundlage für die vorliegende Schadenskartierung waren Aufnahmen vom 2. September und dem 11. sowie 14. November 2013.

Text und Daten: Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)

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