Große Verwüstungen durch Taifun Haiyan

Mit voller Wucht trifft der tropische Wirbelsturm Taifun "Haiyan" am 7. November 2013 auf die Philippinen und sorgt für verheerende Zerstörungen.

Windgeschwindigkeiten, die in Böen über 300 km/h erreichten, und eine Sturmflut sorgten für verheerende Zerstörungen. Ersten Berichten zufolge kamen bei der Naturkatastrophe mindestens 5.240 Menschen (Stand: 26.11.13) ums Leben.

Mit "Haiyan" erreichte in der diesjährigen westpazifischen Wirbelsturmsaison der vierte Taifun  die höchste Kategorie 5. Mit Windböen bis 380 km/h geht der Taifun als einer der stärksten je beobachteten Wirbelstürme in die Geschichte ein.

Seinen Anfang nahm "Haiyan" bereits am 3. November rund 100 Kilometer südöstlich von Mikronesien. Innerhalb eines Tages intensivierte sich das System zu einem tropischen Sturm und wurde am 6. November als Taifun der 5. und damit höchsten Kategorie eingestuft. Besondere Bedingungen in Wasser und Luft begünstigten diese rasche Entwicklung zu einem Super-Taifun. Zum einen konnten im Bereich des Taifuns sehr hohe Wassertemperaturen (> 26°C) bis in große Tiefen beobachtet werden. Zum anderen herrschte in der Umgebung  des Systems eine nur geringe vertikale Windscherung. Den Entwicklungshöhepunkt erreichte "Haiyan" am Abend des 7. Novembers und traf als extrem gefährlicher Kategorie-5-Taifun auf den Philippinischen Inseln Samar und Leyte auf Land.

Die enormen Windgeschwindigkeiten sorgten für eine Sturmflut, die auf Leyte eine Höhe von 5,2 Metern erreichte. Die Stadt Tacloban auf Leyte wurde fast vollständig überschwemmt. Im Norden von Leyte zerstörte "Haiyan" nach ersten Analysen des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) 70-80 % der Häuser. Insgesamt wurden durch den Sturm mindestens eine Million Häuser beschädigt und 2,1 Millionen Menschen langfristig obdachlos. Allein die Kosten für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser belaufen sich auf ca. 9,5 Milliarden US-Dollar, die durch den Sturm verursachten Gesamtkosten werden laut CEDIM zwischen 8 und 19 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Anzahl der Toten kann sich zudem weiter erhöhen. Schätzungen von CEDIM gehen von über 10.000 Todesopfern aus.

 

Text und Daten: CEDIM, eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des Deutschen GeoForschungsZentrums und des Karlsruher Instituts für Technologie

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