Ausbruch des Sakura-jima in Japan

Am 18. August 2013 schießt der Sakura-jima nahe der japanischen Stadt Kagoshima eine Aschewolke bis zu einer Höhe von 5.000 Metern in den Himmel.

Die japanische Stadt Kagoshima und der Vulkan Sakura-jima gehören untrennbar zusammen. Kagoshima liegt nur rund zehn Kilometer entfernt von einem der aktivsten Vulkane der Welt. Am 18. August 2013 produzierte der Sakura-jima bereits seine 500. Explosion in diesem Jahr, eine Aschewolke schoss an jenem Sonntag bis zu einer Höhe von 5.000 Metern in den Himmel und überzog Kagoshima mit einer Ascheschicht. Es kam zu Zugverspätungen, einige Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Tote oder Verletzte waren nach offiziellen Angaben jedoch nicht zu beklagen.

Seit knapp 60 Jahren erleben die 600.000 Einwohner Kagoshimas regelmäßig Ausbrüche des 1.117 Meter hohen Vulkans. Knapp 1.000 Explosionen wurden 2011 registriert, im Jahr darauf waren es 885. Die größte historische Eruption ereignete sich zwischen 1471-1476. Im Jahre 1914 löste sich nach anfänglich stark explosiver Aktivität ein gewaltiger Lavastrom, durch den die damalige Vulkaninsel auf natürliche Weise mit dem Festland verbunden wurde.

Obgleich die frühere Vergangenheit immer wieder verheerende Eruptionen bereithielt, ist die derzeitige Aktivität eher durch häufige, aber kleine bis moderate Explosionen gekennzeichnet. Der Sakura-jima wird durch Satelliten und seismische Netzwerke überwacht. Dadurch kann eine Intensivierung der Aktivität sofort registriert werden. Momentan wird nach Angaben des Vulkanasche-Beratungszentrums in Tokio (VAAC) des japanischen Meteorologischen Dienstes (JMA) für den Flugverkehr für die kommenden 18 Stunden (Stand 13.09.2013, 13:00 Uhr) keine Beeinträchtigung durch Vulkanasche in der Atmosphäre vorausgesagt.

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