Auf der Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge im japanischen Sendai vom 14. bis 18. März 2015 haben sich Mitgliedsländer der Vereinten Nationen auf einen neuen Rahmenplan zur Verringerung von Naturkatastrophen geeinigt. Die Notwendigkeit einer konzertierten Katastrophenvorsorge hat der tropische Wirbelsturm "Pam" Ende vergangener Woche erst wieder nachhaltig verdeutlicht. Während der in Sendai stattfindenden Konferenz verwüstete der Zyklon weite Teile der Pazifikinseln Vanuatus mit Spitzenwindböen über 300 km/h.

Der Anteil klimabedingter Naturkatastrophen liegt mittlerweile bei 87 Prozent. "Der Klimawandel intensiviert die Risiken für Hunderte Millionen von Menschen," hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon entsprechend zu Beginn der Konferenz gewarnt. Folgerichtig wurde der Klimawandel im neuen Rahmenwerk als einer der treibenden Risikofaktoren anerkannt.

Nach tagelangen Diskussionen und einer 30-stündigen Abschlussverhandlung einigten sich die Verantwortlichen auf ein sieben Ziele umfassendes Vertragspapier, das für die kommenden 15 Jahre angelegt ist. Demnach sollen u.a. die Zahl der Todesopfer und die wirtschaftlichen Verluste substanziell reduziert und die Anzahl der Länder mit Frühwarnsystemen deutlich erhöht werden.

An der 3. Weltkonferenz in Sendai nahmen über 6.500 Teilnehmer, darunter 2.800 Regierungsvertreter aus 187 Staaten, teil. Das öffentliche Forum verzeichnete in den fünf Tagen der Konferenz rund 143.000 Besucher und war damit eine der größten UN-Versammlungen.

Text: Karl Dzuba, Wissensplattform Erde und Umwelt

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